Teezubereitung

Allgemeines

Tee ist in unserem Sprachgebrauch ein Sammelbegriff für verschiedene Arten von Aufgussgetränken.
Wir unterscheiden zwei Arten: „Echte“ Tees (aus der Teepflanze Camellia Sinensis) und teeähnliche Aufgussgetränke (Rooibuschtee, Kräutertee, Früchtetee). Bei den „echten“ Tees unterscheidet man verschiedene Kategorien. Hierunter fallen Schwarzer Tee, Oolongtee, Grüner Tee und Weißer Tee sowie ihre jeweiligen aromatisierten Varianten. Diese haben gemeinsam, daß sie Koffein enthalten – manche mehr, manche weniger, die entkoffeinierten Sorten naturgemäß keines.
Es gibt – ähnlich wie beim Wein – viele natürliche Einflussfaktoren, die jedem Tee eine individuelles Profil verleihen. Dazu zählen Klimazone, Wetter, Erntebedingungen und besonders auch die Verarbeitung. Es handelt sich eben um ein hochwertiges Naturprodukt, das nicht standardisierbar ist und somit immer wieder seinen Charakter leicht verändert. Wir haben Tees im Sortiment, die von Jahr zu Jahr bzw. Ernte zu Ernte – auch für uns Nicht-Teataster – erkennbare Unterschiede aufweisen. Das finden wir spannend und bieten deswegen unseren Kunden ein großes Sortiment dieser Tees an, damit Sie immer wieder neue Nuancen entdecken können.

Weiterhin gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Wasserqualität und einem optimalen Geschmack. Wenn Sie an Ihrem Wohnort sehr hartes Wasser haben, ist es eine Überlegung wert, einen Wasserfilter anzuschaffen bzw. stilles Mineralwasser einzusetzen. Die Geschmacksverbesserung ist dann signifikant.

Grundsätzlich sollten Sie – egal, welche Filterlösung Sie einsetzen – dem Tee genügend Platz lassen während er zieht. Für Tees mit sehr großen Blättern, empfiehlt es sich, diese vor der Zubereitung etwas zu zerkleinern. Es gilt die Faustregel: Je kleiner das einzelne Partikel, desto größer die gesamte Oberfläche. Je größer die Oberfläche, umso mehr Inhaltsstoffe werden während der Ziehzeit gelöst. Je mehr Inhaltsstoffe im Aufguss gelöst sind, desto intensiver der Geschmack.

 

 

Welches Gefäß Sie zur Zubereitung nehmen, ist eigentlich mehr oder weniger eine Frage des persönlichen Geschmacks. Sie sollten hierbei nur berücksichtigen, dass das Gefäß bzw. die Kanne die Temperatur gut hält. Sie sollte außerdem aus hygienischen Gründen innen völlig glatt sein. Ist eine Beschichtung vorhanden (wie z.B. bei japanischen Eisenkannen) ist unbedingt darauf zu achten, dass diese unbeschädigt ist. Möchten Sie ein Stövchen benutzen, ist es ratsam, vorher die Hitzebeständigkeit zu prüfen.

Bei der Zubereitung von Tee gibt es pro Kategorie Erfahrungswerte, an die man sich halten kann, um zum bestmöglichen Geschmackserlebnis zu kommen. Dies sollten Sie undogmatisch und nur als Empfehlung sehen. Beginnen Sie mit den Werten, die empfohlen werden und finden Sie von da aus Ihren eigenen „Style“. Es sollte Ihnen schmecken und Spaß machen. Es gibt hier kein richtig oder falsch...

Zur Teezubereitung hat auch unser Gesetzgeber beigetragen mit den anzubringenden Pflichthinweisen:

  • Kräuter-, Gewürz- und Gemüseteemischungen immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen und mindestens 6-10 Minuten ziehen lassen! Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
  • Früchteteemischungen immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen und mindestens 6-8 Minuten ziehen lassen! Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.

Achten Sie auf das richtige Gefäß


So sieht die Zubereitungsempfehlung bei uns aus: Dosierung/Menge Wassertemperatur Ziehzeit

Sie finden unsere Zubereitungsempfehlung bei jedem einzelnen Tee in der Beschreibung.


Zubereitung von schwarzem Tee:

Gießen Sie unsere hochwertigen Schwarzen Tees mit sprudelnd kochendem Wasser auf und lassen Sie sie gemäß der angegebenen Ziehzeit ziehen.

Wenn Sie einen Tee noch nicht kennen, ist es zu empfehlen, den Tee während der angegebenen Ziehzeit zu beobachten, damit er nicht zu kräftig wird. Besonders die stark fermentierten, dunklen Tees mit einer grossen Oberfläche bzw. kleinem Blatt (broken) sind hier „gefährdet“. Je länger der Tee zieht, umso mehr Inhaltsstoffe lösen sich. Der Aufguss wird zunehmend als „bitter“ wahrgenommen. Dies ist jedoch auch Teil der Geschmacksbildes von kräftigen Schwarztees und somit auch gewünscht.

Schwarzer Tee ist grundsätzlich koffeinhaltig und hat aufgrund des Fermentationsprozesses Inhaltsstoffe, die Grüne Tees nicht haben (z.B. Theaflavine).

Zubereitung von grünem und weißem Tee:

Bei der Zubereitung von Grünem und Weissem Tee ist es wichtig ein Temperatur-/Ziehzeit-Optimum zu finden. Als Faustregel und ohne die individuellen Empfehlungen zu berücksichtigen, hat sich die Kombination von 2 Minuten Ziehzeit und etwa 80° Wassertemperatur als guter Startpunkt herausgestellt. Tendenziell sollten Ziehzeit und Temperatur gesenkt werden, je hochwertiger der Tee ist. Die meisten unserer hochwertigen puren grünen und weißen Tees können mehrmals aufgegossen werden.

Weisser Tee schmeckt im Allgemeinen „milder“ als Grüner Tee, weist aber oft einen höheren Koffeingehalt auf.

Oft liest man auch, dass der erste Aufguss weggeschüttet werden soll. Der einzige für uns vorstellbare sinnvolle Grund, warum man dies tun sollte, wäre ein religiöser. Ansonsten opfern Sie nur Ihren Tee für Nichts...


Zubereitung von Oolong Tee:

Es handelt sich beim Oolong um einen halbfermentierten Tee, der deswegen grob gesagt zwischen schwarzem und grünem Tee anzusiedeln ist.

Eine Faustregel für die Zubereitung kann für den Anfang und unabhängig von Individualempfehlungen mit etwa 80° Wassertemperatur und einer Ziehzeit von ca. 2 Minuten erfolgen. Der Aufguss ist mild und eher hell. Oolong-Tees ohne Aromazusatz können mehrmals aufgegossen werden.

Handelt es sich um einen Oolong mit gerolltem Blatt, ist es entscheidend wichtig, ihm genügend Platz zur Entfaltung zu geben, da sich während der Ziehzeit die Blätter entrollen und sich so erst ihr gesamtes Aroma entfalten kann.

Oolong ist bekömmlich und weist einen eher geringen Koffeingehalt auf. Er vereint eigentlich das Beste aus der Welt des grünen und des schwarzen Tees.

Zubereitung von Rooibuschtee:

Es handelt sich hier um keinen „echten“ Tee von der Teepflanze, sondern um einen südafrikanischen Strauch. Daher ist Rooibuschtee grundsätzlich koffeinfrei.

Die Zubereitung sollte mit sprudelnd kochendem Wasser erfolgen. Die Ziehzeit sollte mindestens 5 Minuten und kann mehr als 10 Minuten betragen, jedoch sollte sie 15 Minuten nicht überschreiten. Rooibuschtee wird nicht bitter und kann über die längere Ziehzeit erst seine Aromenvielfalt entwickeln.

Die unterschiedlichen Sorten (Rooibuschtee, Grüner Rooibuschtee, Honeybuschtee und grüner Honeybuschtee) können gleichartig zubereitet werden. Sie unterscheiden sich nur in Farbe und Struktur, im Geruch und Geschmack.


Zubereitung von Früchtetee:

Grundsätzlich empfiehlt sich für Früchtetees die Zubereitung mit sprudelnd kochendem Wasser und einer Ziehzeit von > 10 Minuten.

Für die Herstellung von Eistee empfehlen wir Ihnen, den Früchtetee mit kochendem Wasser aber in doppelter Dosierung anzusetzen, ihn mind. 10-15 Minuten ziehen zu lassen und ihn dann mit Eiswürfeln im gleichen Volumen einer Schockabkühlung zu unterziehen. Dies bewahrt Aroma, Inhaltsstoffe und Farbe.

 

Zubereitung von Kräutertee:

Für Kräutertees gilt bei der Zubereitung analog zu Früchtetees die Verwendung von sprudelnd kochendem Wasser und eine Ziehzeit von ca. 10 Minuten.

Sonderfälle:

Es gibt einige Tees, die einen höheren Anteil an Gewürzen enthalten, speziell Chaisorten. Hier kann man die Ziehzeit durchaus erhöhen, um zu einem intensiveren Geschmack zu kommen. Speziell Chaimischungen können auch lose im Wasser auf dem Herd ca. 15–20 Minuten geköchelt werden. Zum Schluss der Zubereitung fügt man je nach persönlichem Geschmack Milch hinzu.

Es gibt im Bereich der Kräutertees Mischungen, die koffeinhaltige Bestandteile beinhalten, die nicht zu den „echten“ Tees gehören: Mate und Guarana. Falls Sie empfindlich reagieren oder Kinder diese Tees trinken werden, sollten Sie das berücksichtigen. Bei Mischungen mit Mate sollte ebenfalls (analog zu grünem Tee) die Ziehzeit nicht zu lange sein, da der Aufguss sonst recht bitter werden kann. Diese Tees sind jedoch interessant als natürlicher Energy-Drink.


Zubereitung von 1 Liter Eistee (klassisch):

  • Geben Sie die angegebene Menge losen Tee in ein Gefäß, in das mind. 1 Liter passt, und übergießen Sie den Tee mit max. 0,5 l kochendem Wasser. Nutzen Sie dazu wie gewohnt ein Teesieb oder einen (Papier-)Filter, je nach Vorliebe.
  • Nach der angegebenen Ziehzeit den Tee entfernen/absieben.
  • Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den Tee zu süßen, wenn gewünscht.
  • Nach dem Süßen geben Sie die angegebene Menge Eiswürfel dazu, am besten alle auf einmal. Dadurch wird der Tee schnell gekühlt und er bleibt besser frisch.
  • Stellen Sie den Eistee ggf. noch eine kurze Weile kühl, bis die gewünschte Trink-Temperatur erreicht ist.

Zubereitung von 1 Liter Kaltgetränk:

Hinweis: bei dieser Methode ist es schwierig, den Tee zu süßen, da sich Zucker/Süßstoff/Honig nur sehr langsam in kaltem Wasser lösen.

  • Geben Sie die angegebene Menge losen Tee in ein Gefäß, in das mind. 1 Liter passt, und übergießen Sie den Tee mit 1 l kaltem Wasser. Nutzen Sie dazu wie gewohnt ein Teesieb oder einen (Papier-)Filter, je nach Vorliebe.
  • Nach der angegebenen Ziehzeit, die in der Regel ca. doppelt so lang wie bei der heißen Zubereitung dauert, den Tee entfernen/absieben.
  • Stellen Sie den Eistee ggf. noch eine kurze Weile kühl, bis die gewünschte Trink-Temperatur erreicht ist.

Für die meisten Teesorten empfehlen wir eine Zubereitung als klassischen Eistee.
Einige Teesorten sind speziell für die Zubereitung als Kaltgetränk geeignet, sie sind jeweils bei der Artikel-Detailbeschreibung gekennzeichnet.

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